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Eingriffe am Herz


Die Mini-Herz-Lungenmaschine MECC

Seit 2015 führen wir ausgewählte Herzoperationen mit der Mini-Herz-Lungenmaschine (MECC) durch. Der Vorteil des MECC besteht darin, dass er einen für den Patienten schonenderen Herzeingriff erlaubt, ohne auf die Vorteile des Einsatzes einer Herz-Lungenmaschine (HLM) verzichten zu müssen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass im Gegensatz zur herkömmlichen HLM, die Nebenwirkungen des MECC auf die Körperfunktionen sehr gering ist und im Bereich derjenigen von Operationen ohne HLM ist. Dies wirkt sich unter anderem dahingehend aus, dass Patienten, die mit MECC operiert werden, sich in den ersten Tagen nach der Operation schneller erholen. Gleichzeitig sind Blutungskomplikationen, Entzündungsreaktionen (SIRS), Organfunktionsstörungen (Herzschwäche, Atemschwierigkeiten, Nierenfunktionsstörungen) seltener. Kürzere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation und im Spital sind die Regel. 


Minimal- invasive Mitralklappenchirurgie - aber richtig!

Mitralchirurgie über mehr oder weniger kleine Schnitte wird oft auch als minimal-invasive Mitralchirurgie bezeichnet. Dies trifft allerdings nur bedingt zu – für viele Institutionen ist dieser Begriff nur ein Marketinginstrument, um Patienten anzulocken. In den allermeisten Fällen wird dann aber über einen relativ grossen und sehr schmerzhaften seitlichen Schnitt eine Mitraloperation vorgenommen, wobei der Chirurg meist unter direkter Sicht durch den Schnitt auf die Mitralklappe operiert ohne Zuhilfenahme der Videokamera. Damit geht jedoch der Hauptvorteil dieser Methode, nämlich der Zugang über Minischnitte ohne Spreizung der Rippen verloren! Die Methode von Hugo Vanermen jedoch ist ausschliesslich Video-assistiert und verzichtet auf lange Schnitte mit Rippenspreizung. Dadurch ist nicht nur das kosmetische Resultat hervorragend, sondern die Patienten sind weitgehend schmerzfrei und erholen sich in der Regel sehr rasch von diesem Eingriff. 

Selbstverständlich wird durch diese Zugangsmethode die bestmögliche Qualität der Rekonstruktion der Mitralklappe in keiner Weise beeinträchtigt!
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Hugo Vanermen war von 1980 bis 2010 Klinikdirektor am OLV Spital in Aalst, Belgien, wo er in den letzten 15 Jahren die Video-assistierte Mitralchirurgie entwickelt und perfektioniert hat. Mittlerweile hat er über 1500 Patienten mit dieser Methode erfolgreich behandelt. Er hat zudem im Jahr 2000 den belgischen König Albert II am Herzen operiert und bekam neben vielen internationalen Auszeichnungen 2006 den Ehrentitel eines Barons vom belgischen König Albert II verliehen. 

2010 hat er seine Tätigkeit dort aufgegeben und arbeitete in den folgenden Jahren am Universitätsspital St-Luc UCLouvian, Brüssel, an der Universitätsklinik Leiden LUMC, Holland und am Institut Mutualiste Montsouris IMM in Paris. Durch seine Verbindungen zur Schweiz ist es gelungen, Hugo Vanermen für unser Herzchirurgenteam zu gewinnen. Ich habe zusammen mit ihm in der Klinik Im Park 2014-2016 regelmässig Patienten mittels Video-assistierter Methode an der Mitralklappe operiert.


Die neue SAPIEN 3 TAVI Prothese

Mit Markteinführung der Sapien 3 TAVI-Klappe von Edwards werden weitere wichtige Evolutionsschritte dieser Technologie verfügbar. Zum einen wird die Einführschleuse erneut im Durchmesser verkleinert, von 16 auf 14 fr. Dies reduziert weiter die Gefahr von Gefässverletzungen. Zum anderen weist die Klappenprothese jetzt eine äussere zirkuläre Schürze auf, die der Abdichtung der Prothese gegen das umliegende Gewebe des Patienten dient. Damit werden Häufigkeit und Schweregrad von paravalulären Lecks deutlich vermindert. Beide Gefahren, Gefässverletzungen und paravalvuläre Lecks haben direkten negativen Einfluss auf die Überlebensrate der betroffenen Patienten. Die Minimierung dieser Risiken ist ein wesentlicher Fortschritt.




Sapien XT

Sapien XT

Sapien 3

Sapien 3

 

 
 

Dem HerzGefässZentrum Zürich an der Klinik Im Park wird als ein schweizweit führendes TAVI-Zentrum die neuste Generation dieser Implantate ab Dezember 2013 vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Wir sind damit in der glücklichen Lage, unseren Patienten die modernste und bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen!


Das Lotus TAVI System

Das Lotus Klappen System ist ein neuartiges TAVI System, welches durch sein einmaliges Design die Implantation in höchst kontrollierbarer und damit hochpräziser Weise ermöglicht. Das System erlaubt damit sogar die mehrfache Repositionierung und sogar die vollständige Bergung falls nötig. Die Implantation erfolgt ohne rasche Schrittmacherstimulation und mit schon während der Expansion der Klappe einsetzender Funktion, sodass das Herzkreislaufverhalten völlig stabil bleibt. Die Kunststoffschürze soll erfolgreich das Risiko paravalvulärer Lecks durch zirkuläres Abdichten zum Gewebe ermöglichen. Die Implantationsprozedur ist durch das gute handling und die sequentielle Vorgabe der Manipulationen einfach und sicher. 

 
 

Lotus Valve System

      Lotus Klappe auf Trägerkatheter

Lotus Valve System

Lotus Klappe

 

 
 

Das HerzGefässZentrum Zürich an der Klinik Im Park setzt als ein schweizweit führendes TAVI-Zentrum dieses neue Implantat seit Juli 2014 bei ausgewählten Patienten ein.



PD Dr. med. Pascal André Berdat  |  Bellariastrasse 38 | CH 8038 Zürich | Tel. +41 44 209 25 50 | Fax +41 44 209 25 21 | E-Mail